Oh Boy

Oh Boy

Mittwoch, 15. April um 20:15 Uhr
Regie
Jan Ole Gerster
Synopsis
Niko ist Ende 20, aber statt eine gewisse Sicherheit in seinem Leben erreicht zu haben, wie es sein Vater von ihm erwartet, mit dem Studium in der Tasche und einer festen Beziehung, ist Niko ein wenig verloren in seinem Dasein: Sein Jurastudium hat er bereits vor zwei Jahren abgebrochen, seine Freundin hat er verlassen und lässt sich planlos treiben. Eigentlich ist er an diesem Tag auch nur auf der Suche nach einer gewöhnlichen Tasse Kaffee, doch diese soll ihm vorerst verwehrt bleiben. Stattdessen führt ihn seine Suche auf einen Streifzug durch Berlin. Es folgen 24 Stunden, reich an verschiedenen Stimmungen und komischen Ereignissen. Wie ein Zuschauer seiner eigenen Welt scheint Niko wehrlos von einer Situation in die nächste zu geraten. Von der lieblosen Begegnung mit seinem Vater, mit den Fahrkartenkontrolleuren, die kein Pardon zu kennen scheinen, einem Schauspieler, einem jungen Drogendealer und dessen Großmutter über die Klassenkameradin aus der Schulzeit bis hin zu dem alten Mann in einer Bar, der plötzlich tot umfällt. All diese Begegnungen tauchen ihn in ein Wechselbad der Gefühle. Der Streifzug bildet gleichzeitig ein Porträt Berlins, das - so diffus es erst einmal erscheinen mag - doch einer ganz eigenen Ästhetik folgt, ein wenig so wie auch Nikos Leben. Tragik, Komik, Obskures wechseln sich ab in einem stillen Stakkato, und der Antiheld der Geschichte scheint sich in diesem eigenwilligen Berlin doch auf seine ebenfalls sehr eigenwillige Weise zurechtzufinden - oder zumindest sein Ziel, eine gewöhnliche Tasse Kaffee, schließlich doch noch zu erreichen.