Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll

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Liberace war einer der größten Entertainer der 70er Jahre. Der Show-Pianist füllte riesige Konzerthallen in Las Vegas und begeisterte ein breites Publikum. Steven Soderberghs Emmy-prämiertes Biopic (2013) beleuchtet Liberaces Beziehung zu Scott Thorson, den er nach einem seiner Auftritte kennenlernt und den er sich bald zum Liebhaber und persönlichen Assistenten nimmt.

Liberace ist ein geborener Entertainer. Der Show-Pianist liebt es im Rampenlicht zu stehen und genießt die Aufmerksamkeit seiner Bewunderer. Er hat ein Faible für Luxus, teure Autos, Schmuck, Champagner. Regelmäßig schart er junge, attraktive Männer um sich. Als er nach einem Konzert den jungen Scott trifft, ist er sofort von ihm begeistert. Er bietet ihm an, ihn zu seinem persönlichen Assistenten zu machen. Scott willigt ein und zieht zu ihm. Von da an führen die beiden eine Liebesbeziehung.
Liberace ist katholisch und hält seine Homosexualität vor der Öffentlichkeit geheim. Dennoch bietet er Scott seine Unterstützung beim Kauf eines Hauses an, damit dieser eine gewisse Sicherheit behält, und will ihn sogar als Sohn adoptieren. Scott gibt für seinen Liebhaber, Partner und Chef alles auf und gerät in einen Strudel der Abhängigkeit. Er ist den Launen Liberaces, der es gewohnt ist, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, hilflos ausgeliefert. Die am Anfang so liebevoll wirkende Beziehung nimmt immer skurrilere Züge an, vor allem als Liberace Scott darum bittet, sich einer Schönheitsoperation zu unterziehen und abzunehmen.
„Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll“ ist ein vielschichtiges Porträt des Unterhaltungskünstlers. Der empörenden Selbstbezogenheit und Skrupellosigkeit des Stars wird das Bild eines sensiblen und im Grunde warmherzigen Menschen gegenübergestellt.