Cannes 2017

„Vater und Sohn“ von Hirokazu Kore-eda

Die Familienväter Ryota und Yudai könnten unterschiedlicher nicht sein. Ryota ist ein Erfolgsmensch, der im turbulenten Herzen der Metropole mit seiner Frau und seinem Sohn Keita eine Hochhaussuite bewohnt. Er liebt seinen Sohn, hat aber kaum Zeit für ihn, denn er ist vor allem auf beruflichen Erfolg aus. Am Stadtrand lebt Yudai mit seinen drei Kindern und seiner Frau sorglos in den Tag hinein und kümmert sich vielleicht zu viel um Spaß und Kurzweil und zu wenig um finanzielle Sicherheit. Eines Tages kreuzen sich die Schicksale beider Familien, als sich herausstellt, dass eine Krankenschwester die Söhne Keita und Ryusei vor sieben Jahren nach der Geburt vertauscht hat. Nun stehen die Eltern vor einer schweren Entscheidung: Sollen die Kinder zurückgetauscht werden – oder in der Familie aufwachsen, in der sie sich zu Hause fühlen? Mit „Vater und Sohn“ drehte Koreeda Hirokazu 2013 ein „zärtliches Gedicht“, wie es ein Kritiker schrieb (Robbie Collin in „The Telegraph“), über die unterschiedlichen Auffassungen von Elternschaft und Vaterliebe und stellt in rücksichts- und respektvollem Ton die Frage, was wichtiger ist: Blutsverwandtschaft oder über ein Leben lang gewonnene Zuneigung und Vertrauen.

Warum es sich lohnt, „Vater und Sohn“ anzusehen:

 

Besetzung und Stab

Regie: Kore-eda Hirokazu
Drehbuch: Kore-eda Hirokazu
Kamera: Takimoto Mikiya
Schnitt: Kore-eda Hirokazu
Musik: Matsubara Takeshi, Matsumoto Junichi, Mori Takashi
Produktion: Fuji Television Network, Amuse, Gaga Corporation
Produzent/-in: Matsuzaki Kaoru, Taguchi Hijiri

Mit: Fukuyama Masaharu (Nonomiya Ryota)
Ono Machiko (Nonomiya Midori)
Maki Yoko (Saiki Yukari)
Lily Franky (Saiki Yudai)
Ninomiya Keita (Nonomiya Keita)
Hwang Shogen (Saiki Ryusei)

Japan: 2013