Cannes 2017

„Strand ohne Wiederkehr“ von Damien Ounouri

Der Film „Strand ohne Wiederkehr“ geht an das Thema „Gewalt gegen Frauen“ nicht wie üblich soziologisch oder dokumentarisch heran, sondern verwendet fantastische, märchenhafte Gestaltungsmittel. Bei einem Strandausflug schwimmt die – von ihrem Ehemann unbegleitete – junge Mutter Nfissa ins offene Meer hinaus und wird von einer Männergruppe angegriffen. Sie taucht nicht wieder auf. Als sich ihr Mann beunruhigt und verängstigt auf die Suche nach ihr macht, will keiner am Ufer Zeuge des Vorfalls gewesen sein. Kurz danach fallen am selben Strand plötzlich alle männlichen Badegäste einer medusenartigen Meereskreatur zum Opfer. In einer Art Misch-Genre verbindet der Regisseur Ounouri die imaginären Elemente des Monsterfilms mit den bildenden Künsten und stellt sie in einen realistischen Kontext.

Damien Ounouri, der sich bereits als Dokumentarfilmer einen Namen gemacht hatte, beweist mit seinem gelungenen Spielfilm-Debüt „Strand ohne Wiederkehr“, dass man auch auf diesem Gebiet große Hoffnungen auf ihn setzen kann.

Besetzung und Stab

Regie: Damien Ounouri
Drehbuch: Adila Bendimerad, Damien Ounouri
Ton: Ali Mahfiche, Hafidh Moulfi, Li Dan-Feng
Autor: Adel Bentounsi, Adila Bendimerad
Kamera: Mohamed Tayeb Laggoune
Schnitt: Matthieu Laclau, Damien Ounouri, Adila Bendimerad
Musik: Fethi Nadjem
Produktion: Mediacorp

Mit: Adila Bendimerad (Nfissa)
Nabil Asli (Ehemann)
Aziz Boukerouni (Kommissar)

Algerien, Kuwait, USA: 2016