Online bis 22. Februar 2017

„Kaputt“ von Alexander Lahl und Volker Schlecht

Der Kurzfilm „Kaputt“ thematisiert die Haftbedingungen des Frauengefängnisses Hoheneck und lässt die Zeitzeuginnen Gabriele Stötzer und Birgit Willschütz zu Wort kommen. Abstrakte Zeichnungen begleiten die Interviews in monochromen Bildern und verbildlichen die traumatischen Erinnerungen an die politische Gefangenschaft: überfüllte Zellen, Zwangsarbeit und skrupellose Ausbeutung … Die Inhaftierten produzierten Millionenfach Strumpfhosen und Bettwäsche mit deren Handel die Wirtschaftsmächte auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs enormen Profit machten.

Alexander Lahl, geboren 1979, lebt als Buchautor und Filmemacher in Berlin. Seine letzte Veröffentlichung ist die Graphic Novel „Treibsand. Eine Geschichte aus den letzten Tagen der DDR“.

Volker Schlecht, Jahrgang 1968, zeichnet für die Animation in „Kaputt“ verantwortlich. Er unterrichtete mehrere Jahre an der Filmuniversität Babelsberg im Studiengang Animation und lehrt heute an der BTK – Hochschule für Gestaltung in Berlin. Der Film gewann beim diesjährigen Trickfilmfestival Stuttgart den mit 15.000 Euro dotierten Grand Prix.

„Kaputt“ ist der erste gemeinsame Film der beiden Künstler und wurde auf mehreren Festivals, u.a. der Berlinale, gezeigt.

Kaputt
Deutschland 2016

Produktion: Die Kulturingenieure
Animation: Volker Schlecht
Regie: Alexander Lahl, Volker Schlecht
Drehbuch: Alexander Lahl, Volker Schlecht
Herkunft: ZDF

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