Stummfilme auf ARTE

"Die Unmenschliche" von Marcel L‘Herbier

L'inhumaine

Die Sängerin Claire Lescot ist unnahbar und kühl, doch sie hat viele Verehrer - wie den amerikanischen Geschäftsmann Frank Mahler, den russischen Botschafter Kranine und einen indischen Maharadscha namens Djorah de Mopur. Als die schöne Sängerin verkündet, eine Weltreise unternehmen zu wollen, versuchen ihre Verehrer sie durch Geschenke von ihren Plänen abzuhalten. Frank Mahler, der Amerikaner, versucht als Erster sein Glück bei Claire. Er will ihr alle Theater, die er besitzt, zu Füßen legen, wenn sie mit ihm nach Amerika geht.

Kranine, der russische Agitator, möchte die Sängerin dagegen in seine „Mongolische Freiheitsbewegung“ integrieren, und der indische Maharadscha Djorah verspricht ihr schließlich sogar ein Königreich, wenn sie mit ihm in seinen Palast kommt. Auch der schwedische Ingenieur Einar Norsen gesteht ihr endlich seine Liebe und sagt, dass ihm sein Leben ohne sie nichts mehr bedeute. Doch sie verspottet ihn nur, woraufhin der Ingenieur das Fest zutiefst enttäuscht verlässt, nicht ohne Claire einen Brief zu hinterlassen, indem er ihr seinen Selbstmord ankündigt …

Der französische Art-Déco-Film "L'Inhumaine" von Marcel L‘Herbier ist frisch restauriert vom Originalnegativ (CNC und Lobster-Films) und mit neuer Musik des bekannten Percussionisten Aidje Tafial.

Marcel L’Herbier wurde 1890 in Paris geboren und verstarb 1979. Er gilt als einer der bedeutendsten Regisseure der letzten zehn Jahre des französischen Stummfilms. L’Herbier leitete den Beginn der ersten Nouvelle Vague ein, die in Frankreich nach 1918 aufkam und Talente wie Abel Gance, René Clair und Jean Cocteau hervorbrachte.

Credits

Drehbuch:  Marcel L'Herbier, Pierre Mac Orlan
Regie:  Marcel L'Herbier
Kamera:  Georges Specht
Produktion:  Cinégraphic
Musik:  Darius Milhaud