Online bis 13. Juni 2018

„Böses Mädchen“ von Ayce Kartal

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Douze
Böses Mädchen Der Animationsfilm „Böses Mädchen“ erzählt die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte eines Kindesmissbrauchs. Böses Mädchen

S. wirkt wie ein fröhliches, aufgewecktes Kind. Aber in ihre Erinnerungen an glückliche Kindertage, zum Beispiel die Ferien bei den Großeltern, mischen sich oft dunkle Gedanken: Solche an „Monster“, die sie bedrohen und ihr sagen, dass sie ein „böses Mädchen“ sei. Nach und nach erzählt S. immer mehr von sich und es wird klar, dass sie sich im Krankenhaus aufhält – und allmählich wird auch klar, weshalb. Mit den Gedanken an unbeschwerte Tage versucht sie, sich etwas vom Krankenhausalltag und den wiederkehrenden, schrecklichen Erinnerungen abzulenken.

Mit einer bedrückenden Leichtigkeit erzählt der Animationsfilm „Böses Mädchen“ die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte eines Kindesmissbrauchs. Nach seinem vielfach prämierten Kurzfilm „Backward Run“ (2013) über die Proteste im Istanbuler Gezi-Park zeichnet Ayce Kartal nun ein gefühlvoll-subtiles Portrait einer gebrochenen Kinderseele – erstellt aus 10.000 Einzelzeichnungen. Der 1977 in Istanbul geborene Filmemacher studierte in seiner Heimat Animationsfilm bevor er an der New York Film Academy angenommen wurde.

Böses Mädchen
Frankreich - Ayce Kartal – 7’58 - 2017 - Animationsfilm - Farbe
Regie und Drehbuch: Ayce Kartal
Stimme: Zeynep Naz Daldal
Animation: Ayce Kartal , Vaïana Gauthier , Jeanne Irzenski , Romain Vacher
Zeichnung: Pelin Korkmazel , Emre Karacan
Tonschnitt: Sébastien Marquilly
Mischung: Raphaël Seydoux
Produktion: Les Valseurs mit ARTE France und Gao Shan Pictures
Ausstrahlung auf ARTE 2017