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ARTE-Kurzfilmpreis für "Mayday Relay" von Florian Tscharf

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Am Samstag, den 19. November wurden die Preise des 36. Internationalen Festivals der Filmhochschulen München in der Hochschule für Fernsehen und Film verliehen. Eine Woche lang waren im Filmmuseum München die besten studentischen Kurzfilme aus aller Welt zu sehen – insgesamt 50 Filme aus 21 Ländern im internationalen Wettbewerb. Der französische Kurzfilm „Gabber Lover“ von Simon Tillaas erhielt mit dem VFF Young Talent Award die Auszeichnung als bester Film.

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Der ARTE-Kurzfilmpreis ging in diesem Jahr an Florian Tscharf, der an der Filmakademie Baden-Württemberg Regie studiert, für seinen Film "Mayday Relay":

 

In der Jurybegründung heißt es dazu: "Der Film von Florian Tscharf stößt den Rettungsruf der Schiffbrüchigen aus und ist gleichzeitig ein Schrei der Hilflosigkeit angesichts des ungeheuren Ausmaßes des Flüchtlingsstroms, der nicht abbricht. Ein intensives Kammerspiel zwischen Vater und Tochter, das unter die Haut geht, ratlos, wütend und traurig macht. Was bleibt denn noch zu tun, wenn selbst der Versuch, 30 Menschen von 100 zu retten, nicht mehr gewagt wird? Ein verzweifelter Gewissenskonflikt, der die Frage der Schuld auf das Individuum schiebt und gleichzeitig grandios das Verhältnis zweier Generationen ablichtet. Wir gratulieren dem Filmemacher zu seinem intensivem, starken Film und freuen uns, den ARTE-Kurzfilmpreis zu überreichen."

 

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Über gleich zwei Preise - den Preis für die beste Animation und den "Female Filmmakers Award" - konnte sich der Animationsfilm "Pussy" der polnischen Regisseurin Renata Gasiorowska freuen, der sich auf spielerische Weise und ohne Tabus dem Thema der weiblichen Selbstbefriedigung nähert:

 

Insgesamt liefen 50 Filme von jungen Filmemachern und Filmemacherinnen aus 21 Ländern im internationalen Wettbewerb. Die Preisträgerfilme kommen dieses Jahr aus sieben verschiedenen Ländern. Es wurden zwölf Preise mit einem Preisgeld von insgesamt rund 54.000 Euro verliehen. „Es ist wirklich erfreulich, wie vielfältig und ungewöhnlich die Filme in diesem Jahr waren. Besonders freut es mich, dass so viele starke Filme von Frauen vertreten waren und das Festival für diese eine Plattform sein durfte“, so Festivalleiterin Diana Iljine.

 

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Im internationalen Wettbewerb gingen in diesem Jahr vier Preise an deutsche Produktionen. Der Panther Preis für die beste Produktion eines europäischen Films ging an Sophie Linnenbaum von der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf für ihren Film „[Out of Fra]me“. Kurzschluss gratuliert allen Preisträgern herzlich!

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