Cannes 2017

„Amour fou“ von Jessica Hausner

Romantische Komödie, inspiriert durch den Suizid von Heinrich von Kleist und Henriette Vogel im Jahr 1811. Jessica Hausners Film feierte 2014 bei den Filmfestspielen in Cannes in der Sektion Un Certain Regard Premiere. Bei der Verleihung des Österreichischen Filmpreises gewannen sowohl Jessica Hausner als Drehbuchautorin als auch Karina Ressler als Schnittmeisterin den Hauptpreis.

Warum es sich lohnt, „Amour fou“ anzusehen:

„Amour fou“ ist inspiriert durch das Leben und den Tod des Dichters Heinrich von Kleist und seinen Suizid gemeinsam mit Henriette Vogel. Der Film soll aber kein biografisches Porträt sein, sondern ist als Parabel auf die Ambivalenz der Liebe zu lesen. "Amour Fou" kreist um die Absurdität, die dem Unterfangen, aus Liebe gemeinsam Selbstmord zu begehen, innewohnt. Es geht um den Wunsch, durch die Liebe den unausweichlichen Tod zu überwinden – nicht allein sterben zu müssen, sondern zu zweit dem übermächtigen Schicksal entgegenzutreten, indem man gemeinsam den eigenen Tod bestimmt. Absurd daran ist, dass die gemeinsame Tat letztlich nicht gemeinsam sein kann, dass die Liebe wankelmütig ist und jeder letztlich allein stirbt.

Begegnung mit der Regisseurin Jessica Hausner:

 

Besetzung und Stab

Regie: Jessica Hausner
Drehbuch: Jessica Hausner
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Karina Ressler
Produktion: Coop99 Filmproduktion, AMOUR FOU Luxembourg, Essential Filmproduktion, WDR/ARTE, ARTE France Cinéma
Produzent/-in: Philippe Bober, Martin Gschlacht, Antonin Svoboda, Bruno Wagner, Bady Minck, Alexander Dumreicher-Ivanceanu

Mit: Birte Schnöink (Henriette)
Christian Friedel (Heinrich)
Sandra Hüller (Marie)
Stephan Grossmann (Friedrich Louis Vogel)
Holger Handtke (Arzt)
Barbara Schnitzler (Mutter)

Deutschland, Österreich, Luxemburg: 2015